Läufigkeit, Scheinschwangerschaft und Gesäugekrebs
Normalerweise werden Hündinnen zweimal jährlich läufig. Die erste Läufigkeit tritt in der Regel zwischen dem sechsten und 12. Lebensmonat auf. Es werden aber auch ausgesprochene Spätzünder beobachtet die erst mit 2 Jahren geschlechtsreif sind.
Mit Beginn der Blutung, die individuell verschieden stark ist, setzt die Reifung der Eizellen ein. Die befruchtungsfähige Periode beginnt zwischen dem siebten und 20. Tag der Läufigkeit. Während dieser Zeit produziert die Hündin Pheromone, die sie für Rüden besonders attraktiv macht.
Jede Hündin macht auch ohne gedeckt zu werden den vollständigen Hormonzyklus der Schwangerschaft durch, wird also scheinschwanger.
Jeder verantwortungsbewußte Hündinnenbesitzer sollte sich des Risikos bewußt sein. Es geht nicht nur um die Verhinderung unerwünschter Welpen, sondern langfristig auch um die Gesundheit der Hündin. Circa 30% aller älteren Hündinnen erkranken an Mamatumoren. Die Entfernung von Gesäugekrebs stellt einen schweren operativen Eingriff dar. Gesäugekrebs kann man erfolgreich verhindern, indem man die Hündin vor oder unmittelbar nach der ersten Läufigkeit kastrieren lässt. Dies setzt natürlich voraus, dass das Tier nicht zur Zucht vorgesehen ist. Das Säugen der Welpen erhöht das Krebsrisiko drastisch! Das eine Hündin einmal im Leben geworfen haben sollte, ist nichts als ein Ammenmärchen. Bitte vergiss das sofort.
Darüberhinaus erkranken etwa 20% der unkastrierten Hündinnen an einer Gebärmutterentzündung, die in einer Notoperation enden kann.
Das heißt, die Läufigkeit stellt für 50% der Hündinnen ein sehr ernstes Gesundheitsrisiko dar! Dieser Artikel stellt also einen flammenden Appell für die Kastration dar, auch wenn meine Hündin Inu (geboren 1997) nicht kastriert ist. Bekäme ich nochmal eine junge Hündin, würde ich sie kastrieren lassen! Die hormonelle Verhinderung der Läufigkeit bietet keinen Schutz vor Krebs.
Übrigens: eine Hündin wird nur durch zu viel Futter fett, aber nicht durch die Kastration.
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Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen: Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und kann eine tierärztliche Untersuchung und Behandlung nicht ersetzen!